Brustvergrößerung durch Brustimplantat


Brustvergrößerung Karlsruhe Brustimplantat

Im Folgenden geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die Thematik der Brustvergrößerung mittels Implantat. Dabei werden insbesondere folgende Aspekte genauer beleuchtet:

  1. Form des Implantats
  2. Implantat-Größe
  3. Implantat-Hülle
  4. Füllung des Implantats
  5. Ablauf des Eingriffs
  6. Kosten einer Brust-OP
  7. Mögliche Risiken

Die Form des Implantats

Die sorgfältige Auswahl des richtigen Brustimplantat-Typs ist äußerst wichtig, damit bei der Brustvergrößerung (sog. Mammaplastik) ein optimales Resultat erzielt werden kann. Neben der Erfahrung des implantierenden Chirurgen ist insbesondere auch die Qualität des Implantats wichtig, damit neben der Brustvergrößerung auch eine dauerhafte Stabilität der Brust sichergestellt werden kann.  Bei der Auswahl des geeigneten Implantats ist stets auf die beste Qualität zu achten, um die Stabilität sicherzustellen und möglichen ästhetischen Spätproblemen aus dem Weg zu gehen. 

 

Die Implantat-Form prägt im Wesentlichen die spätere Außenform der Brust nach der Vergrößerung.  Während es anfangs nur runde Implantate gab, besteht heute die Möglichkeit, anatomische Brustimplantate in Tropfenform zu verwenden. Mit beiden dieser Implantat-Formen ist es möglich, kleinere bis mittlere Größenunterschiede bei den Brüsten vollkommen unauffällig auszugleichen. Dabei entscheidet der Chirurg je nach vorhandenem Brustgewebe, um das Implantat zu überdecken, welche der beiden Implantat-Formen eher zum Einsatz kommen sollte. Am Häufigsten werden die runden Brustimplantate verwendet, da sie zum einen weniger komplikationsanfällig und zum Anderen kostengünstiger als die tropfenförmigen Implantate sind. Der Nachteil der runden Implantate ist jedoch, dass sie eine weniger natürlich aussehende Brustvergrößerung bewirken. Doch einige Chirurgen sind der Ansicht, dass die Form der Implantate nicht wirklich eine Rolle spielt, da sie später sowieso nachrunden. Zudem sollen runde Implantate von alleine eine anatomische Form annehmen, da der Schwerpunkt des Inhalts beim Stehen automatisch nach unten sackt. Ist zudem die vorhandene Brust mindestens genauso groß wie das einzusetzende Implantat, so ist das Implantat nicht sehr formbestimmend und beeinflusst die Form der Brust höchstens im minimalen Maße. 

 

Vorteile: 

Eine perfekt-rundliche Form, ein größeres Volumen für eine „sexy“ Wirkung. Im Vergleich zu anatomischen (tropfenförmigen) Implantaten sind diese kostengünstiger.

 

Nachteile:

Ist das gewählte Volumen des einzusetzenden Implantats zu groß, kann das runde Implantat zu einer unnatürlichen Wirkung führen. 

 

Das anatomische Implantat ist oben sehr schmal und verbreitert sich zum unteren Bereich hin. Dieses Implantat passt sich perfekt der natürlichen Frauensilhouette an. Größe und Formunterschiede lassen sich mit anatomischen Implantaten besonders gut ausbessern, da sie sowohl in der Projektionsdicke, als auch in der Breite und Höhe variabel sind. Somit können asymmetrische Brustformen besonders erfolgreich ausgeglichen und korrigiert werden. Abgesehen davon, dass anatomische Implantate im Vergleich zu runden wesentlich teurer sind, ist hier die Gefahr des Verdrehens des Implantats sehr hoch, sodass eventuell nochmals operiert werden muss, um das zu korrigieren.

 

Vorteile auf einen Blick:

Gute Anpassung an die weibliche Silhouette und jegliche Asymmetrien hinsichtlich Größe und Form können korrigiert werden. Das Ergebnis ist natürlicher, da die Form des Implantats der natürlichen Form der Brust nachempfunden ist

 

Die möglichen Nachteile:

Im Vergleich zu runden Implantaten sind anatomische Implantate teurer und das Risiko des Verdrehens des Implantats (Implantat-Rotation) ist erhöht und als ästhetisches Ergebnis ergibt sich keine runde Brustform.

 

Zusammenfassend lässt sich hinsichtlich der beiden Implantat-Formen sagen, dass häufiger die runden Implantate zum Einsatz kommen. Das liegt nicht nur an den geringeren Kosten, sondern auch vielmehr daran, dass meistens die runde Brustform der anatomischen Brustform vorgezogen wird. 

Die Implantat-Größe

Auch wenn es meist der persönliche Wunsch ist, welche Größe letztendlich die Brust nach dem Einsetzen des Implantats annehmen soll, so gilt es aber auch die folgenden Faktoren für die Auswahl der Implantat-Größe zu berücksichtigen:

  • Das bereits vorhandene Volumen der Brust
  • Die Menge und die Beschaffenheit der Haut
  • Die Brustkorb-Breite der Patientin
  • Die gesamte Körpersymmetrie

Damit nach der Implantation das Ergebnis möglichst natürlich wirkt, müssen die Passform und die Größe des Implantats im richtigen Verhältnis zur Brustanatomie ausgewählt werden. Besonders wichtig ist auch die Berücksichtigung des vorhandenen Hautgewebes der Brust. Ein zu großes Implantat würde sonst zu Spannungen und schlimmstenfalls zu Rissen führen. Zudem könnte sich das Implantat durch die Haut abzeichnen. Wenn aber unbedingt ein eigentlich zu großes Implantat für die Brustvergrößerung gewünscht ist, dann kann das unter einer Bedingung machbar sein: Vor der eigentlichen Implantierung des eigentlich zu großen Implantats wird zunächst ein Expander in die Brust eingesetzt, der die Brust mit der Zeit vergrößert. Später kann dann im zweiten Eingriff die eigentliche Implantation vorgenommen werden. Außerdem ist es grundsätzlich möglich, ein zunächst kleineres Implantat zu einem späteren Zeitpunkt durch ein größeres zu ersetzen. Der Quer- und Längsdurchmesser des Implantats sollte etwa 1cm kleiner sein, als die Maße der bestehenden Brust, damit das Implantat sich nicht unter der Haut abzeichnet und die Kanten sichtbar werden. Bei einer relativ kleinen Brust, deren Gewebe sehr klein ist, um ein Implantat zu umhüllen, kann das Implantieren grundsätzlich auch unterhalb des Brustmuskels erfolgen, sodass das Implantat vom Brustmuskel umhüllt wird. Als Faustformel für eine natürlich wirkende Brustvergrößerung gilt bei Frauen mit ausreichendem Brustgewebe eine Vergrößerung um bis zu zwei BH-Größen.

Die Implantat-Hülle

Die Hülle des Implantats bildet die äußere Schicht, die mit dem Körper direkt in Kontakt kommt. In der Regel besteht diese Hülle aus Silikon. Teilweise kommt aber auch Polyurethan (PU) zum Einsatz. Es werden sowohl glatte als auch raue Silikonhüllen verwendet. In letzter Zeit werden jedoch vermehrt Implantate mit rauer Oberfläche eingesetzt, da sie zum einen das Risiko eines Verrutschens oder Verdrehens (Dislokation/Rotation) des Implantats minimieren und zum anderen der Kapselfibrose vorbeugen. Unter einer Kapselfibrose ist eine schmerzhafte Veränderung des Bindegewebes zu verstehen, welche ein Entfernen des Implantats nach sich zieht. Implantate mit rauer Oberfläche haben dafür gesorgt, dass die Rate der Kapselfibrose-Fälle auf unter 5% gefallen ist. 

 

Der Unterschied zwischen einer Silikon- und Polyurethan-Beschichtung scheint nicht sehr groß zu sein. In den USA hingegen werden nur Implantate mit Silikon-Beschichtung angeboten, während in Europa auch Implantate mit einer PU-Beschichtung eingesetzt werden. 

Die Füllung des Brustimplantats

Aktuell werden Implantate mit Kochsalzfüllung und Silikon-Füllung verwendet. Alle Implantate verfügen über eine Silikonhülle, welche entweder mit Kochsalz, mit formbeständigem (kohäsivem) Silikongel oder immer seltener auch mit flüssigem Silikongel befüllt sind. 

Die Vor-und Nachteile der einzelnen Implantat-Füllungen:

 

Kochsalz (das Hauptmaterial für Implantate in den USA)

Vorteil: Ein eventuelles Auslaufen birgt kaum gesundheitliche Risiken

Nachteil: Unnatürliches Tastgefühl (schwabbelig)

 

Kohäsives Silikon Gel (bevorzugt von europäischen Chirurgen)

Vorteile: Preisgünstig, Auslaufsicher, beständig in der Form

 

Flüssiges Silikon Gel (kommt immer seltener zum Einsatz)

Vorteil: Preisgünstig

 

Nachteile: Kann auslaufen, keine Formbeständigkeit

Der Ablauf des Eingriffs

Im Groben lässt sich sagen, dass der komplette Ablauf einer Implantation so abläuft:

  1. Beratungsgespräch
  2. Voruntersuchung
  3. Der Klinikaufenthalt mit der eigentlichen Operation
  4. Die direkte Nachsorge
  5. Die langfristige Nachsorge 

Bei der Brustvergrößerung (auch Mammaplastik genannt) handelt es sich um eine Operation unter Vollnarkose, die etwa 1 bis 2,5 Stunden dauert. Das Implantat wird entweder unter den Brustmuskel oder unter die Brustdrüse platziert. Nach der Operation beträgt die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus etwa 1 bis 2 Tage. Nach etwa 7 bis 10 Tagen ist die Patientin in der Regel wieder arbeitsfähig. Die folgenden Aspekte werden bei der Wahl des Operationsverfahrens und für die Schnittführung berücksichtigt: Über der Achselhöhle, im Bereich des Bauchnabels, unter der Brustfalte, über dem Brusthof

 

Die Wahl der Schnittführung hängt sowohl von der Erfahrung des Arztes als auch von den Gegebenheiten oder den Wünschen der Patientin ab. Das Einsetzen der Implantate erfolgt entweder unterhalb der Brustdrüsen, unter dem Muskel oder teilweise unter dem Muskel. Die Operation erfolgt unter Vollnarkose, sodass die Patientin vor der OP ca. 6 Stunden vorher weder rauchen, noch essen oder trinken darf. Vor dem Eingriff wird die Brust fotografiert und die Implantat-Lager mit einem Farbstift markiert. Sobald die Narkose wirkt und die sterile Abwaschung und Abdeckung erfolgt ist, kommt es zum eigentlichen Eingriff. Nach dem Einbringen der Implantate unter strengsten hygienischen Gesichtspunkten wird die Wunde in drei Schichten zugenäht. Dafür wird ein sich selbst auflösender Faden verwendet. Schon etwa eine Stunde nach der OP kann die Patientin wieder aufstehen. 

Die Kosten der Brustvergrößerung

Die Kosten für die Brustimplantation können von Klinik zu Klinik und von Arzt zu Arzt stark variieren. In der Regel kostet der Eingriff bei einem erfahrenen Facharzt zwischen 4.500 und 6.500 Euro. In diesem Preis sind normalerweise die folgenden Leistungen enthalten:

  • Die Voruntersuchung und ein Beratungsgespräch vor der Operation
  • Während der Operation die Technik und der OP-Saal, der Plastische Chirurg, der Anästhesist, das OP-Team sowie das Brustimplantat selbst
  • Nach der Operation ein Spezial-BH mit Stützfunktion, der Klinikaufenthalt von mindestens 1 Nacht sowie die medizinische Nachsorge in 2 bis 5 Terminen. 

Es kursieren im Internet zwar auch günstigere Angebote, hier bleibt aber zu prüfen, ob in diesem Preis wirklich alle Leistungs-Aspekte beinhaltet sind und ob die Qualität der Implantierung überhaupt gut ist.

 

Da eine Brustvergrößerung in der Regel keine medizinische Notwendigkeit darstellt und somit ein ästhetischer Eingriff ist, übernimmt die Krankenkasse keine der mit dieser Operation verbundenen Kosten. 

Die Risiken einer Brustoperation mit Brustimplantaten

Auch wenn es sich bei der Brustvergrößerung mittels Implantaten heute um einen Routineeingriff handelt, können - wie bei jedem anderen chirurgischen Eingriff auch - mögliche Komplikationen und Risiken nicht ausgeschlossen werden. So kann es zu Entzündungen, Nachblutungen oder Infektionen kommen. Zudem kann es zu einer Verlagerung (Dislokation) oder zum Verdrehen (Rotation) der Implantate kommen. Außerdem kann sich mit der Zeit um die Implantate eine schmerzhafte Verhärtung bilden, die als Kapselfibrose bezeichnet wird. Die Befürchtung stillender Mütter, dass ihren Kindern durch das Implantat beim Stillen geschadet werden kann, findet bis heute keinen Beweis.